Beschwerden und Ursachen
Eine Funktionsstörung des Kiefergelenks kann sich in unterschiedlichen Formen bemerkbar machen. Das Beschwerdebild reicht von starken Kopf- und Muskelschmerzen über geräuschvolles Knacken und eine eingeschränkte Unterkieferbeweglichkeit bis hin zu Beschwerden im Hals-, Schulter- und Rückenbereich.
Das Beschwerdebild geht häufig nicht nur auf eine, sondern auf mehrere Ursachen zurück, da viele Störfaktoren das Kiefergelenk beeinflussen können. Zu den häufigsten Ursachen zählen das Pressen und Knirschen mit den Zähnen sowie eine erhöhte Aktivität der Kaumuskulatur. Diese Parafunktionen können mit einer vielfachen Kraft ausgeführt werden, die vom Kausystem langfristig nicht mehr ausgeglichen werden kann.
Umfassende Diagnostik
Die Untersuchung von Funktionsstörungen der Kaumuskulatur und der Kiefergelenke ist aufgrund der möglichen Beteiligung benachbarter Gewebe und Organe besonders umfassend. Sie beinhaltet die Untersuchung der Mundhöhle, des Zusammenbisses der Zähne sowie die Palpation der Kaumuskulatur, der Hals- und Kopfmuskulatur und der Kiefergelenke.
Darüber hinaus achten wir auf Zusammenhänge mit Nacken- und Schulterbeschwerden sowie auf die Funktion der Nerven und die Bewegungsabläufe des Unterkiefers.
Erst durch diese Funktions- und Strukturanalyse ist es möglich, Ursachen und Zusammenhänge gezielt zu erkennen.
Häufige Symptome
- Migräne oder Kopfschmerzen
- Kiefergelenkschmerzen
- Eingeschränkte Mundöffnung
- Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen
- Tinnitus oder Schwindelgefühle
Über 1.000 behandelte CMD-Patienten
Viele Patienten mit Kieferfunktionsstörungen (CMD) haben bereits einen langen Leidensweg und verschiedene Therapieversuche hinter sich. In unserer Praxis profitieren Sie von der Erfahrung aus über 1.000 Behandlungen im Bereich der Funktionsdiagnostik und Funktionstherapie.
Diagnostik und Therapie
Im Rahmen der Funktionsdiagnostik und -therapie bieten wir folgende Behandlungen an:
- CMD-Check mit Aufklärung über Umfang und Kosten
- Funktionsdiagnostik direkt am Patienten
- Computergestützte dreidimensionale Bewegungsanalyse
- Bissanalyse anhand von Modellen
- Alle Arten von Schienentherapien
- Mitbehandlung durch Ärzte und Physiotherapeuten
- Anleitung zu Übungen, Training und Entspannungstechniken
Häufig gestellte Fragen
Die folgenden Fragen und Antworten wurden von Dr. med. dent. Ludwig Broers und Yannic Broers fachlich geprüft und orientieren sich an den aktuellen Behandlungskonzepten unserer Praxis.
CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion) beschreibt eine Funktionsstörung des Kiefergelenks, der Kaumuskulatur oder des Zusammenspiels von Zähnen und Kiefer. Sie kann unterschiedliche Beschwerden im Kopf-, Hals- und Schulterbereich verursachen.
Zu den häufigsten Beschwerden gehören Kiefergelenkschmerzen, Knackgeräusche beim Öffnen des Mundes, eingeschränkte Mundöffnung, Kopf- und Nackenschmerzen, Muskelverspannungen sowie Tinnitus oder Schwindel.
Die Diagnostik umfasst unter anderem die Untersuchung der Mundhöhle, des Zusammenbisses, der Kaumuskulatur und der Kiefergelenke. Je nach Befund können zusätzlich eine computergestützte Bewegungsanalyse oder eine Bissanalyse durchgeführt werden.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Beschwerden. Je nach Befund kommen beispielsweise Schienentherapien, funktionelle Maßnahmen oder eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Ärzten und Physiotherapeuten infrage.
Wenn Sie regelmäßig unter Kiefergelenksbeschwerden, Zähneknirschen, Kopf- oder Nackenschmerzen leiden oder eine eingeschränkte Beweglichkeit des Unterkiefers bemerken, empfehlen wir eine individuelle Funktionsdiagnostik.